Übergangsregelung geschickt nutzen

Abgeltungssteuer Übergangsregelung
Abgeltungssteuer
Übergangsregelung

Dass sich die Anlagemöglichkeiten mit Einführung der Abgeltungssteuer zukünftig komplizierter gestalten, ist mittlerweile allgemein bekannt.

Vor allem die drohende Kursgewinnbesteuerung bedeutet Renditeeinbußen, wo denen man sich vorher kein Bild machen konnte. Wer aber weiterhin in Fondssparpläne und ähnliches investieren möchte, ohne dabei aber nur ein Bruchteil der Rendite einzustecken, sollte schnell handeln.

Der Gesetzgeber hat mit dem Beschluss der Einführung der Abgeltungssteuer eine Übergangsregelung formuliert, die man als Anleger unbedingt für sich nutzen sollte. Nach dieser Übergangsregelung genießen Anlagen in Fondsanteilen, die vor dem 31.12.2008 angeschafft werden, einen Bestandsschutz und werden noch nach der alten Gesetzeslage behandelt. Nach dieser kann man die erzielten Kursgewinne nach einer Haltdauer von einem Jahr nämlich steuerfrei realisieren.

Mit Einführung der Abgeltungssteuer ist dies nun nicht mehr möglich, es sei denn, man hat vor Ende 2008 investiert und schichtet sein Depot auch nicht mehr um. Da aber Umschichtungen notwendig sind, weil der Markt es mitunter erforderlich macht, kann eine Investition in Dachfonds sinnvoll sein. Diese sind zwar von dne Gebühren her etwas teurer, dafür können aber Umschichtungen zwischen den einzlenen Fonds unter dem Dachfonds steuerfrei durchgeführt werden.

Das Gesetz zur Abgeltungssteuer gewährt diese Übergangsregelung allerdings nur für Fondsanteile und nicht für Zertifikate, bei denen der Bestandsschutz am 30.06.2009 abläuft und für Zertifikate gilt, die nach dem 14.03.2007 gekauft wurden. Hier sollte man überlegen, vielleicht die Zertifikate in Fondsinvestitionen umzuschichten, um von der Übergangsregelung noch profitieren zu können.

Neben anderen Möglichkeiten, die Abgeltungssteuer zu umgehen, sollte man also auf jeden Fall auch versuchen, die Übergangsregelung, die der Gesetzgeber geschaffen hat, für sich zu nutzen. Auf anderem Wege wird es in Zukunft nur noch sehr schwierig sein, steuerfreie Kursgewinne zu generieren. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung ihren Fehler einsieht und Korrekturen am Gesetz vornimmt, jedoch ist wahrscheinlich nicht damit zu rechnen.