Wie wirkt sich die Abgeltungssteuer auf einen Erbfall aus?

Abgeltungssteuer Erbfall
Abgeltungssteuer
Erbfall

Eine positive Nachricht vornweg, die Änderungen im Rahmen der Steuerreform werden sich zum größten Teil nicht auf die Besteuerung im Erbfall auswirken.

Sowohl in Bezug auf Immobilienbesitz, als auch bei Wertpapieren und Fonds stellt eine Erbschaft aus steuerlicher Sicht keinen Neuerwerb dar.

Würden Sie also beispielsweise nach 2009 Aktien oder Fondsanteile erben, die seinerzeit im Rahmen des Bestandsschutzes erworben wurden, können Sie weiterhin die alten steuerlichen Regelungen nutzen. Nehmen wir an, Sie erben nach 2010 Fondsanteile, die vor dem 31.12.2008 erworben wurde. Diese können Sie auch nach 2009 noch steuerfrei veräußern, vorausgesetzt die zwölfmonatige Spekulationsfrist wurde eingehalten.

Bedenken Sie jedoch, dass die Reform der Besteuerung von Kapitalerträgen nichts mit der Erbschaftssteuer zu tun hat. Diese zwar ebenfalls reformiert, fällt aber auch weiterhin an, wenn bestimmte Freibeträge überschritten werden. Abschließend kann man sagen, dass sich für Erben durch die Einführung der Abgeltungssteuer so gut wie nichts ändert und der Fiskus wenigstens in diesem Bereich eine ruhige Hand bewiesen hat, was man anhand der verkappten Steuererhöhung, welche die Abgeltungssteuer mit sich bringen wird, unbedingt als positiv bewerten sollte.