Checkliste zur Abgeltungssteuer

Checkliste Abgeltungssteuer
Checkliste Abgeltungssteuer

Damit Sie von der Abgeltungssteuer nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden, haben wir Ihnen eine Checkliste in Bezug auf das Verhalten als Anleger zusammengestellt.

Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über die wesentlichen Änderungen, die sich für Sie durch die Abgeltungssteuer ergeben haben und zeigen Ihnen Wege auf, wie Sie die Folgen abmildern können.

1. Verkürzten Bestandsschutz für Zertifikate beachten

Wenn Sie einen Teil Ihres Vermögens in Zertifikaten angelegt haben, beachten Sie, dass für alle nach dem 14.03.2007 erworbenen Zertifikate der Bestandsschutz nur bis zum 30.06.2009 gilt. Wenn Sie nachher Verkäufe tätigen, müssen die auf die Kursgewinne Abgeltungssteuer in voller Höhe bezahlen. Also entweder vorher verkaufen oder in andere Fondsanteile umwandeln und den Bestandsschutz darüber hinaus in Anspruch nehmen!

2. Achten Sie auf die Einteilung der Freibeträge

Da ab 01.01.2009 nur noch 801 Euro an Kapitaleinkünften steuerfrei sind, sollten Sie genau darauf achten, Ihre Freibeträge richtig einzuteilen. Auch kann es nützlich sein, Anlageformen mit niedrigen Gebühren zu suchen, da man keine Werbungskosten mehr geltend machen kann.

3. Behalten Sie Ihren persönlichen Einkommensteuersatz im Auge

Um nachher nicht zu viele Steuern an das Finanzamt zu entrichten, behalten Sie Ihren persönlichen Steuersatz im Auge. Wenn dieser nämlich unter 25% Prozent liegt, sollten Sie unbedingt eine normale Veranlagung der Kapitaleinkünfte zur Einkommensteuer beantragen, um eventuell zu viel gezahlte Abgeltungssteuer zurück zu erhalten.

4. Verlieren Sie Lebensversicherungen nicht ganz aus dem Blick

Da Lebensversicherungen, die der Altersvorsorge dienen, nicht von den Regelungen zur Abgeltungssteuer betroffen sind, werden sie als Anlageform wieder zunehmend attraktiver. Schauen Sie sich dort ruhig einmal um!

5. Nutzen Sie den Bestandsschutz für Fondsanteile

Da man für alle Fondsanteile, die man noch bis zum 31.12.2008 erwirbt und dann hält, keine Kursgewinnbesteuerung fürchten muss, nutzen Sie diese Möglichkeit und konservieren Sie die alte günstigere Rechtslage für sich. Momentan bietet sich die Investition in einen Dachfonds an, der auch später noch steuerfreie Umschichtungen durchführen kann.

6. Verrechnen Sie Altverluste möglichst bald

Da ab 2013 Altverluste nur noch mit sogenannten Sonstigen Ausgaben verrechnet werden dürfen, ist es dann verdammt schwierig, diese noch unterzubringen. Also nutzen Sie noch die Chance und führen Sie die Verrechnung vor 2013 durch, um möglichst viele Steuern zu sparen!

7. Seien Sie wachsamer bei Investitionen in Aktien

Die Aktien gehören zu den großen Verlierern durch die Einführung der Abgeltungssteuer. Sie werden durch die Kursgewinnbesteuerung in Kombination mit dem Wegfall des Halbeinkünfteverfahrens doppelt belastet. Hier sollten Sie also in Zukunft nur Investitionen anbringen, wenn Sie von der Renditeentwicklung überzeugt sind.

8. Schauen Sie sich nach alternativen Anlageformen um

Durch die Abgeltungssteuer werden viele Anlageformen, die heute sehr beliebt ist, wesentlich unattraktiver. Deshalb sollte man sich nach entsprechenden Alternativen umsehen. In diesem Zusammenhang ist das Passive Investieren sehr interessant, weil die Nebenkosten bei dieser Anlageform wesentlich niedriger sind und man dadurch faktisch mehr Rendite erzielen kann. Auch ein Riester Fondssparplan mit hoher Aktienfondsquote, kann eine attraktive Alternative sein.

9. Testen Sie die Vorzüge eines Versicherungsmantels

Wer die Abgeltungssteuer auf Kursgewinne in Zukunft geschickt umgehen möchte, sollte sich überlegen, einen Versicherungsmantel um die eigenen Fondsanteile zu legen. Damit büßen Sie zwar Flexibilität ein, aber sind sicher vor der Steuer, da Lebensversicherungen einer anderen Besteuerung unterliegen.

10. Achten Sie auf die zukünftigen Entwicklungen

Das Steuerrecht in Deutschland befindet sich dank eines sehr aktiven Gesetzgebers stark im Wandel. Dementsprechend fallen natürlich auch die Angebote und Entwicklungen auf dem Finanzmarkt aus. Informieren Sie sich also regelmäßig über neue Produkte, die für die neue steuerliche Situation optimiert wurden.