Durch die Abgeltungssteuer werden Aktien benachteiligt

Abgeltungssteuer Aktien
Abgeltungssteuer Aktien

Wer hierzulande eine gute Anlageform suchte, war in den letzten Jahrzehnten mit Aktien eigentlich immer recht gut bedient.

Auch wenn kurzfristige Kursschwankungen manchmal etwas turbulent ausfallen, ist die Rendite von Aktien auf lange Sicht kaum zu toppen.

Durch die Einfürhrung der Abgeltungssteuer und der dazugehörigen Nebeneffekte werden Aktien in Zukunft allerdings stark benachteiligt.

Wenn Sie zukünftig also in Aktien investieren wollen, sollten Sie vorher einige Dinge beachten, damit Sie wissen, wo der Fiskus demnächst stärker zugreift und wie sie eventuell gegensteuern können. Im Wesentlichen gibt es drei große Verschlechterungen, die die Anlage in Aktien deutlich unattraktiver machen und dem Aktienstandort Deutschland langfristig sehr schaden könnten.

Halbeinkünfteverfahren fällt weg

Der Wegfall des Halbeinkünfteverfahrens ist der erste gravierende Nachteil ab 2009, da dieses ersatzlos gestrichen wird. Im Klartext bedeutet dieses, dass alle erzielten Dividenden voll der Abgeltungssteuer unterliegen. Bisher war es so, dass nur die Hälte der Einkünfte mit dem persönlichen Steuersatz versteuert wurde. Diese Regelung war auf jeden Fall günstiger als die volle Besteuerung mit dem Abgeltungssteuersatz von 25%, denn wenn man den Höchststeuersatz von 42% halbiert, liegt dieser mit 21% immer noch darunter.

Die zweite Verschlechterung betrifft die Verlustverrechnung bei Spekulationsverlusten. Bis jetzt konnte man Verluste aus Aktiengeschäften auch mit Gewinnen aus Fondsanteilen verrechnen. Mit der Einführung der Abgeltungssteuer ist es lediglich noch möglich, heutige Verluste mit Aktiengewinnen in der Zukunft zu verrechnen. Auch hier weisen die neuen Regelungen zur Abgeltungssteuer bei Aktien eine enorme Erschwerung für die Anleger auf.

Der dritte und wohl schwerwiegenste Nachteil trifft zwar nicht nur die Gewinne aus Aktien, aber wiegt zusammen mit den anderen Punkten natürlich noch schwerer. Ab 2009 wird nämlich auch Abgeltungssteuer auf Kursgewinne, die zum Beispiel mit Aktien erzielt wurden, erhoben. Diese waren bisher nach einer Spekulationsfrist von einem Jahr steuerfrei.

Die Abgeltungssteuer benachteiligt Aktien also ganz eindeutig und es gibt wenige Möglichkeiten für Direktanleger in Aktien, die Abgeltungssteuer zu umgehen. Bei Fonds erscheint ein Versicherungsmantel als eine machbare Lösung. Es ist zu überlegen, langfristig lieber in Fonds zu investieren.

Eine interessante Möglichkeit an Dividenden und Kurssteigerungen nach wie vor steuerbegünstigt zu partizipieren, stellen Riester Fondssparpläne dar. Diese sind für die Altersvorsorge erste Wahl. Dank staatlicher Förderung und voller Kapitalgarantie eine interessante Alternative zum direkten Investment in Fonds, Aktien oder Zertifikate.

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