Finanzen: Kredite, Fonds und Aktien

Seit einigen Jahren gibt es endlich eine einheitliche Abgeltungssteuer. Damit werden fast alle Gewinne, die aus Kapitalvermögen erzielt werden, mit 25 Prozent besteuert, wenn sie einen gewissen Freibetrag überschritten haben. Diese Steuer wird direkt vom jeweiligen Finanzinstitut, in dem Sie als Kunde die Geldanlage getätigt haben, abgeführt. Allerdings gibt es einige Geldanlage-Möglichkeiten, die von der Abgeltungssteuer befreit sind. Das sind einmal das Eigenheim sowie vermietete Immobilien. Auch Gewinne aus Riester-Verträgen und Rürup-Rentenversicherungen werden nicht versteuert. Die Altersvorsorge über die Firma ist ebenfalls abgeltungssteuerfrei. Keine Abgeltungssteuer fällt bei geschlossenen Fonds für Immobilien, Leasing, Lebensversicherung, Medien, Schiffe, Solar und Windkraft an. Frei von der Steuer sind die private Rentenversicherung sowie die meisten Kapitallebensversicherungen.

Steuerfrei bis zum Sparer-Pauschbetrag

Werden allerdings Lebensversicherungen gekündigt oder verkauft, wenn der Versicherungsnehmer noch keine 60 Jahre alt ist, oder wenn die Vertragslaufzeit weniger als zwölf Jahre beträgt, dann muss die Abgeltungssteuer auch der Solidaritätszuschlag sowie die Kirchensteuer abgeführt werden. Der gesetzliche Freibetrag, auch Sparer-Pauschbetrag genannt, beträgt 801 Euro. Für Geldanlagen, die außerhalb von Deutschland laufen, gelten die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes. Allerdings gilt auch hier die Abgeltungssteuer, sobald Gewinne daraus auf deutschen Boden gelangen. Da die Abgeltungssteuer nur für private Kapitalanleger gilt, bezahlen Banken selbst keine Abgeltungssteuer auf ihre Gewinne, die sie durch Kredite - z. B. http://www.easycredit.de - erzielen.

Wann fällt die Abgeltungssteuer an?

Bei Immobilienfonds sind die Mieteinnahmen abzüglich der Abschreibungen abgeltungssteuerpflichtig. Auch, wenn Immobilien wieder verkauft werden, fällt Abgeltungssteuer an, sobald weniger als zehn Jahre zwischen Kauf und Verkauf der Immobilie liegen. Für folgende Geldanlagen fallen, außerhalb des Sparerpauschbetrages, die regulären 25 Prozent Abgeltungssteuer an:

  • Spar-, Sicht- und Termineinlagen: Bausparen, Bundesschatzbriefe, Festgeld, Finanzierungsschätze, Sparbriefe, Sparbuch, Tagesgeld,
  • Publikumsfonds: AS-Fonds, Dachfonds, Exchange Traded Funds, Geldmarktfonds, Hedgefonds, Mischfonds, Offene Immobilienfonds, Rentenfonds, Steueroptimierte Rentenfonds,
  • Geschlossene Fonds: Private-Equity-Fonds,
  • Festverzinsliche Wertpapiere: Aktienanleihen, Floater, Inhaberschuldverschreibungen, Kommunal- und Bundesobligationen, Null-Kupon-Anleihen (Zerobonds), Pfandbriefe, Staats- und Industrieanleihen, Umtauschanleihen, Wandelanleihen,
  • Aktien und ähnliche Wertpapiere: Genossenschaftsanteile, Genussscheine, Inländische und ausländische Aktien, Reits,
  • Zertifikate: Bonus-, Index -, Discount-, Sprint- und Expresszertifikate, Garantie- und Rex-Zertifikate.
  • Ein Grund, warum die einheitliche Abgeltungssteuer ins Leben gerufen wurde, bestand in der Finanzierung von Geldanlagen durch Kredite. Zusätzlicher Gewinn winkte, wenn der Kredit auch noch mit Hilfe einer Kapitalversicherung getilgt wurde. Dann sind die Erträge nach Steuern höher als die Kreditkosten.